Umbau der BR 94.5-18 zur Ausführung " Bauart 1921"
Auf dieser Seite wird in Zukunft der Umbau der Fleischmann 94er (7091, 7092 oder 7094) in die Ausführung mit 4 Domen und seitlichem Vorwärmer, die ab 1921 gebaut wurde. Durch den Umbausatz von KH-Modellbau enthält unsere Lok die neue Betriebsnummer 94 1160 der DRG.

Werkzeuge
Skalpell, Schlüsselfeilen, Pinzette, Schraubendreher, Minibohrmaschine,
Spiralbohrer (0,3/0,4/0,7/0,9 und 1,0mm), Sekundenkleber
Vorbereitung des Modells
Zunächst wird das Gehäuse vom Fahrwerk getrennt und das Beschwerungsgewicht aus dem Lokgehäuse herausgenommen. Als nächstes werden sämtliche Sandkästen, Dome und der Vorwärmer mit einem scharfen Skalpell entfernt. Auch die als Anguss dargestellten Leitungen sind zu beseitigen, da es durch die geänderte Domanordnung zu einer
neuen Leitungsführung kommt.
Nach dieser diffizielen Arbeit wird das Beschwerungsgewicht in die Lok eingesetzt und mit einer Feile werden nun die herausstehenden Teile des Gewichtes der Kesselrundung angepasst. Dannach werden die noch vorhandenen Löcher und Spalten mit Sekundenkleber (aufgefüllt) verschlossen.
Nach dem Aushärten des Klebers werden diese Stellen vorsichtig mit einer Feile oder dem Skalpell versäubert.
Aufbau der neuen Dome und des Vorwärmers
Für den von uns vorgenommenen Umbau ergeben sich folgende Abstände der Dome und Sandkästen (von der Führerhausstirnwand aus gesehen):
1. Sandkasten 7,0mm / 1. Dom 15,0mm / 2. Sandkasten 24,0mm / 2. Dom 32,0mm
In die Dome, etwas oberhalb der Körnung, werden je rechts und links ein Loch von 0,7mm zur Befestigung der Domamaturen gebohrt. Danach können die Reglerstangen bzw. Rohrleitungen eingeklebt werden. Die Reglerstangen müssen durch eine 0,4mm Bohrung in die Führerhausstirnwand geführt werden.
Der Vorwärmer wird auf der Heizerseite des Kessels angebracht.
Da es hier die unterschiedlichsten Ausführungen gab, wird auf die Angabe von Maßen verzichtet. Bei unserem Modell wurde er beginnend auf einer Linie am Ende des 1. Domes angebracht.
Nun werden die neuen Leitungen mit 0,3mm Draht am Vorwärmer angebracht. Zusätzlich wurde noch eine weitere Leitung mit 0,2mm Draht vom Generator zur rechten hinteren Domarmatur verlegt.

Loklaternen und Kleinteile
Alternativ können die dem Bausatz beigefügten Loklaternen gegen die Werkseitig angebrachten Laternen getauscht werden. Hierzu müssen die Lichtleiter in der Lok verbleiben. Die vorderen Loklaternen werden abgeschnitten und ein 0,7mm Loch in den Lichtleiter gebohrt. Nun können die neuen Messinglaternen in die Löcher eingeklebt werden.
Die hinteren Laternen werden so abgeschnitten, daß die Halter stehen bleiben. Entstehende Löcher müssen wieder mit Sekundenkleber ausgefüllt werden.
Bei unserem Modell blieben die Original-Laternen diesmal erhalten. Dafür erhielt die Lok aber neben den Loklaternen zusätzliche Griffstangen mit Ösen.
Eine Riggenbach-Gegendruckbremse
(nicht im Umbausatz enthalten), wurde bei unserem Modell nicht verwendet.
Lackierung
Soweit nicht schon vor der Montage geschehen, werden die einzelnen Teile grundiert und lackiert. Dome, Sandkästen, Vorwärmer, Lampen und Leitungen in schwarz (RAL 9005), die Lampenspiegel in weiß (RAL 9010). Auf eine Lackierung mit mattem Klarlack wurde diesmal verzichtet.Endmontage
Nach der Durchtrocknung des Lackes, kann die Endmontage erfolgen. Nach dem Aufsetzen des Lokgehäuses auf das Fahrwerk, werden die Kolbenschutzrohre angebracht.
Beschriftung
Die beigefügte geätzte Beschriftung schwarz lackieren und warten bis der Lack getrocknet ist. Danach die Schilder mit Schmiergelleinen oder feinem Sandpapier so abreiben, daß die erhabenen Ziffern blank sind. Die Schilder können mit Klarlack oder einem nicht ausblühenden Sekundenkleber auf das Gehäuse geklebt werden.
Abschliessend werden noch die "Elektropfeile"
in Form von Nasschiebern angebracht.
Viel Spaß beim Umbau und mit der fertigen Lok.

Die fertige Lok von der Lokführer-Seite...

... und von der Heizer-Seite
Umbau - Sabine Biaesch // Text/Umbaufotos - Michael Biaesch // Originalfoto - Merker Verlag, Dr. Scheingraber