Umbau BR 52 zur BR 52.90 der DR(Ost)

 

 

Hier wird der Umbau einer Minitrix 52er in die BR 52.90 der DR(Ost) beschrieben. Nachdem der Umbausatz für den Tender von Herrn Sackarnd, zu beziehen über KH-Modellbau , sowie die dazu benötigten Kleinteile gekauft waren, konnte es losgehen.

Werkzeuge

Feile, Säge, Pinzette, Lötkolben, Bohrer 0.2mm, Sekundenkleber

Vorbereitung des Bausatzes

Die Einzelteile sind herauszutrennen und sauber zu entgraten.

Das Gehäuseblech (2) des Tenders muß nach vorne schräg abgebogen werden. Dazu ist im Teil (2) entsprechend der eingezeichneten Linien bzw. der Markierten Dreiecksfläche ein Sägeschnitt vorzunehmen.

Zusammenbau des Kohlenstaubaufsatzes

Der Richtspant (1) wird mittig unter das Gehäuseblech (2) gelötet. Das Blech wird der Neigung des Richtspantes nach vorne abgebogen. Nun kann die Rückwand (3) senkrecht unter das Gehäuseblech gelötet werden, dabei ist zu beachten, daß die Kanten bündig aufeinander sitzen. Jetzt kann das Gehäuse (2) an den Seiten entsprechend den vorgegebenen Rundungen der Rückwand umgebogen werden. Die beiden angeätzten Längslinien auf dem Gehäuseblech begrenzen die Rundungen. Die beiden Seitenwände (4+5) bündig unter die umgerundeten Seitenwände löten, die hinteren Schrägen stehen nun über. Zum Schluß wird die Vorderfront (6) zwischen die beiden Seitenwände (4+5) eingesetzt und verlötet. Die zusammengelöteten Teile (3-6) bilden nun einen Kasten, dessen Unterkante nun bündig auf gleicher Höhe liegt.
Im Bereich des Sägeschnittes überlappen sich die Bleche und hier ist mit leichter Feilarbeit die Weiterführung der Seitenrundungen herzustellen. Dabei muß die Abrundung des Kohlenstaubaufsatzes aus dem waagrechten Verlauf des hinteren Teiles bis zur tieferliegenden vorderen Ecke aufgenommen werden.
Die Querträger (7) auf die geätzten Querlinien des Gehäusebleches (2) kleben oder löten, danach kann das Laufblech (8) darauf befestigt werden. Das Laufblech (8) nimmt nun die Abschrägung des Kohlenstaubaufsatzes auf. Die Einfüllöffnungen (9) werden nun auf die angeätzten Markierungen des Laufbleches (8) anklebt.
An der hinteren Rückwand die Auftritte (10+11) und die Geräteklappe (12) an den vorgesehenen Stellen ankleben. Die angeätzten Bohrlöcher in der Rückwand aufbohren und aus 0,2mm Messingdraht Griffstangen biegen und einsetzen. Zum Schluß werden die Aussteifungsstreben (13) auf die angeätzten Stellen der Seitenteile geklebt.
Den Dachrand (15) entsprechend den Rundungen von der Rückwand des Tenderstandes (14) und der Tensteröffnungen nachformen und anlöten. Das Dachrandblech ist länger, um hier ausreichend Toleranz zur Montage zu haben. Nach der Verbindung dieser Bauteile muß der Dachrand an den beiden Enden abgeschrägt werden.
An den Seitenwänden des Tenderstandes (16) die oberen Teile an den Ätzmarkierungen um 90° nach vorne umbiegen. Das abzuknickende Teil hat die Markierungen für die Bohrungen. Der untere Teil an der Ätzmarkierung ist abzutrennen.
Die beiden Seitenwände sind so unter die Rückwand zu setzen, daß der abgebogene Teil unter den Fenstern ist. Danach wird die Nachbildung des Tenderstandes (17) auf den Querträger gesetzt.
Die Seitenwände (16) stossen auf den Boden des Tenderstandes und schließen bündig ab mit dessen Vorderkante ab. Jetzt werden noch in die Lochmarkierungen der Seitenwände Löcher von einem Durchmesser von 2mm gebohrt. Mit 2mm Messingdraht senkrechte Grieffstangen, wobei am oberen Ende eine Oese gebogen wird, bis auf das Bodenblech setzen. Das gesamte Bauteil der Rückwand (14-18) wird aber noch nicht eingebaut!


Der Tender von der Seite...


...und von hinten schräg (die Haltestange konnte repariert werden)

Vorbereitung des Wannentenders

Der Kohlenaufsatz mit der Wasserkastenabdeckung (Oberteil) abnehmen und den Kohlekasten mit dem Skalpell vorsichtig abtrennen. Am Wasserkasten (Unterteil) des Tenders ist die Vorderwand an der Stelle abzutrennen, wo die Seitenwände in die leicht gerundete Vorderfront übergehen. Die Schnittflächen plan - und winkelgerecht beifeilen und nun das gesamte Bauteil der Tenderstandsrückwand (14-18) anpassen und eventuell in der Höhe nacharbeiten. Hier muß die Unterkante der Rückwand (14) genau mit der Oberkante der Wasserkastenabdeckung übereinstimmen. Seitlich schliessen die Seitenkanten der Rückwand (14) im Bereich der Fenster mit den Seitenwänden vom Wasserkasten des Tenders ab.
Die Wasserkastenabdeckung muß auch hier an der Vorderfront etwas beigefeilt werden. Die Abdeckung nun aufsetzen und den Kohlenstaubaufsatz bündig an der Tenderstandrückwand und der Wasserkastenabdeckung befestigen.
Zusätzlich kann noch ein 4mm Messingdraht an dem Stutzen der Rückwand befestigt werden, der an der Seite entlang geführt wird und in der Wasserkastenabdeckung endet.

Zusätzliche Änderungen an der Lok

Die Luftpumpen sind zu entfernen und durch 2 neue zwischen dem 2. und 3. Kuppelrad zu ersetzen. Den Generator direkt am Führerhaus abtrennen und auf der linken Seite (Heizerseite) kurz hinter dem Schlot befestigen und eine neue Leitung aus Messingdraht zum Generator herstellen. Zusätzlich einen Vorrats-Luftbehälter rechts vorne auf das Umlaufblech setzen. Zwei Griffstangen auf der Pufferbohle befestigen und am Dom links und rechts je 1 Ventil. Der Kasten vor dem Führerhaus auf der Heizerseite muß entfernt werden und die Vorläufer werden durch Scheibenräder ersetzt.
Die zusätzlich benötigten Kleinteile liegen dem Umbausatz nicht bei, sind aber bis auf die Scheibenräder bei KH-Modellbau erhältlich. Da die im Umbausatz enthaltenen Lokschilder zu groß ausfallen, haben wir bei KUSWA neue Schilder angefertigt lassen.


Eine lohnende Investition, die der Lok gleich ein besseres Aussehen gibt.
Zum Schluß kann die Lok samt Tender neu lackiert und beschriftet werden.


Umbau - Sabine Biaesch // Text/Fotos - Michael Biaesch // Originalfoto - Merker Verlag, Sammlung Weisbrod

 

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