Umbau der BR 23 von Fleischmann in die 23 023
(1. Lieferserie)
Auf dieser Seite wird der Umbau der BR 23 von Fleischmann mit dem Umbausatz von WKF dokumentiert. Der Umbausatz ist über KH-Modellbau zu erhalten.

Als Vorbild wurde von uns die 23 023 gewählt, da diese Maschine bedenkenlos auch in der Epoche V eingesetzt werden kann. Die Lok wurde Ende 1975 ausgemustert und gelangte danach in den Besitz der S.S.N. in den Niederlanden.
Der Umbausatz enthält die Gussteile von WKF, sowie die benötigte Speisepumpe, Pufferbohlenbestückung und neue gegossene Windleitbleche von KH Modellbau. Bei den Windleitblechen haben wir uns für die geätzten Windleitbleche entschieden und diese extra bestellt. Dem Umbausatz liegen mittlerweile Betriebsnummern und DB-Keks von KUSWA bei.
Werkzeuge
Skalpell, kleine Säge, Feile, Flachzange, Seitenschneider, Sekundenkleber, Pinzette, Dremel mit Trennscheibe oder Fräse
Vorbereitung des Modelles
Führerhaus und Kessel vom Fahrwerk lösen, sowie den Tender abkuppeln, Das Führerhaus vom Kessel abziehen und Ballastgewicht entfernen. Die querliegenden Druckluftkessel im Inneren des Fahrwerkes herausnehmen und beiseite legen, da diese nicht mehr
benötigt werden.
Nun kann das vordere Kesselteil ca. 1mm vor dem 1. Kesselring mit einer Säge oder dem Skalpell entfernt werden. Auf den Generator achten, da er über den 1. Kesselring nach vorne herausragt. Das Ende gut planfeilen und das neue
Kesselteil einpassen, so daß so gut wie keine Nahtstelle entsteht. Das Ballastgewicht ist um die Länge des Zapfens vom neuen Kesselteil zu kürzen und kann danach wieder eingeschoben werden.
Vom alten Kesselteil wird die Rauchkammertür benötigt und
so wird diese vorsichtig abgetrennt. Achtung: Die Rauchkammertür ist sehr gut verklebt! Ist dies erfolgreich geschehen, kann die Rauchkammertür plangefeilt und auf das neue Kesselteil aufgeklebt werden.
Der vordere weiter unten gelegene Umlauf wird
in Höhe des oberen Umlaufes abgetrennt, der seitliche Steg bleibt bis zur Kesselaufnahme stehen. Die Beleuchtungsaufnahme wir am Fußende abgesägt und die Stromaufnahmefahne entfernt, da sonst Kurzschlußgefahr droht. Jetzt kann der neue Umlauf eingepasst
werden und die Arbeiten an der vorderen Kesselpartie sind beendet.
Nun können wir uns dem Führerhaus zuwenden. Dort werden zuerst die Fenterscheiben entfernt, bevor der Dachaufsatz vorsichtig mit dem Skalpell herausgetrennt wird. Ist dies gelungen, kann der neue Dachaufsatz eingepasst und mit Sekundenkleber befestigt werden. Da durch die fehlende Wölbung die Fensterscheiben nicht mehr genau eingesetzt werden können, sind diese in der Mitte zu teilen. Jetzt können Sie rechts und links eingesetzt und mit Sekundenkleber leicht fixiert werden.
Das Führerhaus auf den Kessel aufschieben und auf das Fahrgestell aufsetzen. Eventuell sind die Kesselstützen leicht abzufeilen und das Langloch im Kessel etwas anzupassen.
Die geätzten Windleitbleche werden mit der Flachzange an der Ober- und Unterkante
leicht nach innen gebogen. Um eine grössere Klebeauflagefläche zu erhalten, wird jeweils ein dünner Blechstreifen in U-Form gebogen und zwischen die beiden Aufnahmezapfen am Kessel geklebt. Sind die Leitbleche befestigt, wird als letztes die Speisepumpe
angebracht. Dazu wird die Speisepumpe so in der Mitte geteilt, daß der mittlere Teil (der normalerweise vom Umlauf verdeckt ist) wegfällt. Dies geschieht entweder mit einem Seitenschneider ohne Wate oder mit der kleinen Säge. Der Stift an der Speisepumpe wird
ganz entfernt und die Pumpe kann nun zwischen 2. und 3. Kuppelachse rechts neben den letzten Sandkasten am linken Umlaufblech (Heizerseite) geklebt werden. Hierzu muß das rote Kunststoffteil unterhalb des Umlaufes etwas zurückgefeilt werden.
Zur Verfeinerung der Pufferbohle kann die vordere Normkupplung entfernt und mit der Ori-Kupplung, Brems- und Heizschläuchen bestückt werden. Bei unserem Modell wurde diesmal darauf verzichtet, da die 23er mit Wendezugsteuerung ausgestattet war und so oft "Tender voraus" unterwegs war. Außerdem lockert es den Fahrbetrieb auf und der Spielspaß wird erhöht.
Tender
Das Tendergehäuse abnehmen und zur besseren Handhabung die Leitern und den Lichtleiter entfernen. Den Kohlekasten mit der Trennscheibe, Fräse oder Säge vorsichtig abtrennen und mit der Feile bündig mit dem Wasserkasten feilen. Den neuen Kohlekasten aus Zinnguß aufsetzen und mit Kleber fixieren.
In diesem Zusammenhang haben wir dem Modell noch einen Faulhabermotor-Umbausatz von SB-Modellbau spendiert.
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Nachdem nun alle Teile montiert und die Lok gründlich gereinigt wurde, kann die Grundierumg und Lackierung erfolgen. Die Kanten des vorderen Umlaufes werden mit einem feinen Pinsel Rot, die Lampeninnenseiten Weiß ausgelegt.
Zum Schluß kann die Beschriftung angebracht werden. Die Ätzschilder werden im Rahmen belassen und ganzflächig mit Schwarz lackiert. Nach der Trockenzeit des Lackes werden die Lokschilder mit feinem Schmiergelpapier so abgerieben, daß die ergabenen Ziffern blank sind. Jetzt die Schilder aus dem
Rahmen schneiden und an den entsprechenden Positionen mit einem Tropfen Kleber oder Klarlack befestigen.
Sollten Sie sich zum Umbau entschliessen, wünschen wir Ihnen "viel Spaß und Freude" an der neuen Lokomotive.
Umbau - Sabine Biaesch // Text/Umbaufotos - Michael Biaesch // Originalfoto - C.Sinke/Merker-Verlag